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8. Holzbildhauer-Symposium 2021

12.-19. September 

-Rückblick-

Flyer Skulpturenweg

Künstler
Rahmenprogramm

Markus Bäcker

Johannes Bierling

Frank Leske

Tanja Röder

Reinhard Osiander

Gudrun Schuster

Christel Steier

Ortrud Sturm

Flyer

ORGANISATION

Impressionen

Holz begleitet uns seit Jahrtausenden als Feuerholz, vielseitiges Baumaterial für kreatives Schaffen, als Kunstobjekt oder als Grundstoff für Papier. In den
waldreichen Hügeln des Taunus wird seit jeher Holz
be- und verarbeitet. Das Thema Holz ist heute
besonders aktuell, weil viele Menschen eine
nachhaltige Lebensweise anstreben.

 

Beim Holzbildhauer-Symposium ZEITZEUGE HOLZ in Eppstein verwandeln acht Künstlerinnen und Künstler „Abfallholz“ im Freiluftatelier auf dem Betriebsgelände der Firma MB Baumdienste in künstlerisch beeindruckende, der aktuellen Kunstströmung zuzuordnende und experimentelle Skulpturen. Wir können alle drei Jahre diesen Prozess beobachten und die besondere Originalität und künstlerische Qualität der entstehenden Holzskulpturen bewusst wahrnehmen.

 

Erstmals findet das Symposium nicht im Mai statt, sondern coronabedingt im September.

Neues Kunstwerk für den Skulpturenweg

von Johannes Bierling mit dem Titel „Raumfaltung in Eiche 236“ 

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Holzkünstler

Holzbildhauer-Symposium 2021

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Markus Bäcker

Die Gedankenübertragung auf ein Medium fordert und befriedigt mich

gleichermaßen. Während zum einen beim Generieren eines Werkes Motive wie Energie, Freiheit, Glück, Lebensfluss u.v.m. möglich sind, fasziniert mich zum anderen auch die Formgebung eines Mediums. Auch erzählt ein Werk nicht immer eine Geschichte, oftmals ist sie lediglich ein Ausdruck eines schlichten Gefühls. Mich fasziniert es, hierbei mich im Motiv kaum beschränken zu wollen - die gedankliche Freiheit auszuleben... und doch schlussendlich für mich zu sehen wie alles aufeinander aufbaut.

Ob ich Metall mit Sprengstoff bearbeite, die Struktur und Faser von Holz fühle,
die Finesse des Marmors herauspoliere oder auch einen Kalkstein bewusst haptisch griffig belasse - es findet eine konzentrierte Einlassung statt, die man auch als "Flow" bezeichnen kann. Als energetischer, manchmal auch rastloser Mensch befinde ich mich imkreativen Prozess in einem in sich ruhenden Modus.

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Frank Leske

Im Vordergrund meiner Arbeit steht die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, dessen Präsenz und dessen Ausdruck in Bewegung.

Ich stelle den menschlichen Körper in einfacher, stark abstrahierter Form

dar. Dabei versuche ich dessen Dynamik und dessen Statik in dem begrenzten Raum des vorhandenen Materials - meist des Baumstammes - auszuloten. Die Skulptur entwickelt sich über die Reduzierung des Körpers auf Bewegungslinien, verbunden durch eine gespannte, strukturierte Oberfläche. Diese spiegelt zugleich auch die Rhythmik der Bearbeitung wieder.

Gudrun Schuster

In der oben gezeigten Skulptur drücke ich in der pulsierend aufsteigenden

embryonalen Form mit den großen Augen Poesie und Potential,

Unberührbarkeit und Zartheit, Zukunftsorientierung und visionäres

Denken aus. Der Humanismus im Wechselspiel mit der Natur, ist ein

wichtiger Grundgedanke, derwie eine Klammer inmeinemSchaffenwirkt.

Die Naturverbundenheit, die Flüchtigkeit des Moments, das Glück, der

Wandel und die Achtsamkeit sind weitere Beweggründe meiner Arbeit.

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Christel Steier

Die Motivation zur künstlerischen Arbeit erwächst nicht allein aus der

Erforschung von formalen oder technischen Herausforderungen – vielmehr inspirierenmich prinzipielle Lebens, - und Daseinsfragen:

Der Prozess vonWachsen,Werden und Vergehen, nach demWoher –Wohin,

Innen und Außen. Betrachtungen reifen zum Kunstwillen. Materie

gewordene mäandernde Gedanken entwickeln sich zu abstrakten Gebilden,

die durch eine genau bemessene Gewichtung ins Lot gesetzt werden.

Raumzeichen, graphische Wegspuren und zerbrechlich wirkende, filigrane

Objekte entstehen ausder geistig-seelischen Beeinflussung,diedeminneren

Gerüst desHolzes entspringen. Jeder Schnittmit der Kettensäge schafft neue

Horizonte und überwindet die durch Material und Technik vorgegebenen

Grenzen.

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Johannes Bierling

Form ist alles: Linie, Fläche, Raum, die Aufteilung des Raums, die Beziehung der verschiedenen Massen zueinander, die Bewegung, die als belebendes Moment die Figur durchzieht und sie trägt. „Das räumliche Erlebnis durch eine Skulptur zu ermöglichen, bleibt eine zentrale Aufgabe des Bildhauers.“

(Zitat: Franz Bernhard).

Ich mache Skulpturen, in denen das Auge wohnen kann. Der Ansatz meiner Kunst kommt aus dem Handwerk, ich bilde nicht ab, sondern die Arbeiten entstehen aus sich heraus. Voraussetzung für eine gelungene

Skulptur ist eine Qualität im Raum. Wird diese Qualität erfüllt, bin ich glücklich.

Es ist ein Geheimnis, das die Skulpturen in sich bergen, ein Geheimnis, das

ich die „Poetik des Raumes“ nenne, dazu kann man auch Kunst sagen.

Tanja Röder

NATURA –MATER – ARTIUM

Die Natur ist die Mutter der Kunst. Sie ist durch ihre Formenvielfalt, ihr Wachstum, ihre ständige Erneuerung, mit der Unerschöpflichkeit ihres Lebens und des Lebenswillens Ursprung, Grundlage und Basis der Kunst. Sie bietet gleichzeitig ein Umfeld für die Kunst – einen Natur-Raum/Kunst-Raum.

Die Wahrnehmung und das Verständnis der Natur, die perfekt in Funktion, Proportion und Schönheit ist, bildet die Grundlagemeiner künstlerischen Arbeit. Die Folge sind keine naturalistischen Kopien, sondern abstrahierte, auf das Wesentliche reduzierte Formen.

 

MENSCH – NATUR – RAUM

Der Mensch in seinem Umfeld, dem Natur-Raum/Lebens-Raum in verschiedenen Lebenssituationen bildet das zentrale Thema meines künstlerischen Schaffens.

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Reinhard Osiander

Die schneebedeckte Winterlandschaft mit Alpenpanorama, Georg der

Drachentöter, Schaf, Kuh, eine Gruppe Messdiener im Chorgewand.

Meine Motive - auf alten Fotos und Postkarten oder ausrangiertem

Spielzeug vom Flohmarkt gefunden - entlehne ich einer volkstümlichen

religiösen Kunst. Meine Arbeiten sind Zitate vorgefundener Bilder. Die

Figuren, grob ins Holz gesägt und geschnitzt, verwebe ich in den Reliefs

mit vorgefundenen Ästen und Astformen. Ineinander verflochtene Holzstücke werden zum Wald, zum Tretboot betupften Ausflugssee; der

gespannte Ast wird zum sich unter dem Heiligen windende Drache.

Durch die Collage eigenwilliger Naturmaterialitat und grob geschnitzter

Machart entziehen sich die Bilder einer realistischen Darstellung und wirken „unillusionistisch“ hölzern. Farbe wird im Prozess aufgetragen und wieder bildhauerisch korrigiert. Es entsteht eine Farbigkeit, die Gebrauchsspuren aufweist und den Grundton Holz durchschimmern lasst.

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Ortrud Sturm

Das bevorzugte Material für meine Skulpturen ist das Holz, dessen

natürliche Eigenschaften, Farbe und organische Struktur Ausdrucksträger sind, die ich bewusst einsetze. Mit meiner geplant puristischen Arbeitsweise bearbeite ich die Skulpturen mit der

Kettensäge zu Gruppierungen, Stapelung und Anordnungen von

Würfeln und Quadern. Meine Skulpturen sind geometrische Konstruktionen mit einer gesetzmäßigen Denkweise von horizontaler und vertikaler Ordnung, von Wiederholungen und Reihungen. Das

Material Holz als gewachsener Stammbleibt als Ganzes erhalten, d.h. alle Skulpturen sind nicht aus einzelnen Teilen zusammengesetzt, sondern

ich entwickele die scheinbare Stapelung aus dem ganzen Stamm.

 

Künstler Rahmenprogramm

Ukn Lee

Ukn Lee, geb. 1963 in Seoul, Südkorea. Lebt und arbeitet als freier Künstler in Berlin und Seoul. Nach dem Kunststudium in Seoul schloss sich ein Studium der Malerei in Braunschweig an. Er arbeitet mit den unterschiedlichsten Bildträgern (Holz, Papier, Leinwand, Seide, etc.), wobei Malerei, Zeichnung und Druck im Fokus stehen. Seine künstlerische Leidenschaft gilt der figurativen Darstellung, der Erfassung des Einzelnen für sich, in der Gruppe und in der Menge.Zur Vernissage wird er künstlerische Ausdrucksformen mit Holz vorstellen.

Keiko Kimoto

Keiko Kimoto, geb. 1977 in Kyoto, Japan. Seit Abschluss ihres Kunststudiums in Japan und Berlin lebt und arbeitet sie als freie Ku?nstlerin in Berlin. Ihr Interesse gilt insbesondere Arbeiten auf Papier, für die Tusche, Kohle, Kreide, usw. eingesetzt

werden. Sie übersetzt Natur und Naturerfahrungen in bis ins Abstrakte hineinreichende Zeichnungen und Malereien, die die Schönheit des Moments, den Augenblick scheinbarer Schwerelosigkeit einzufangen vermögen.

 

Sie wird während der Dauer des Symposiums täglich in den Eppsteiner Stadtteilen mit lnteressierten an ausgewählten Plätzen künstlerisch arbeiten.

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott, geb. 1976 in München. Daniel Müller-Schott zählt zu den weltweit gefragtesten Cellisten und ist auf allen großen internationalen Konzertbühnen zu hören. Seit vielen Jahren begeistert er sein Publikum als Botschafter der klassischen Musik im 21. Jahrhundert. Daniel Müller-Schott gastiert bei international bedeutenden Orchestern und arbeitet mit heraus-ragenden Dirigenten. Neben der

Aufführung der großen Cellokonzerte interessiert er sich insbesondere für die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires. Für seine umfangreiche Diskographie erhielt der Cellist zahlreiche internationale Auszeichnungen. Daniel Müller-Schott spielt das »Ex Shapiro« Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

 

Am Samstag, 11. September tritt Daniel Müller-Schott um 18:00 Uhr in der Talkirche auf und stimmt ein auf das am nächsten Tag beginnende Holzbildhauer-Symposium, bei dem er bei der Vernissage musikalisch mitwirkt.

 

Sponsoren

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Karin Arndt, Künstler-Versorgung

Matthias Bauer, Platzmanagement MB-Baumdienste

Klaus Gossler, Finanzen

Thorsten Humke, Künstlerauswahl und - Betreuung

Ling Wang Hohmann, Rahmenprogramm

Barbara Krämer, Künstlerauswahl und - Betreuung, Rahmenprogramm

Wolfgang Kersten, Platzmanagement MB-Baumdienste

Niklas Manthey, Technik & Equipment

Helga Mischker, Presse

Dr. Jochen M. Quack, Künstlerauswahl und - Betreuung

Helene Reinisch, Künstler-Versorgung

Reinhold Reinisch, Technik & Equipment

Ferdinand Seitz, Flyer & Plakat

Gabi Winterer, Künstler-Versorgung

Horst Winterer, Projektleitung, Finanzen

Arbeitskreis 2021