Treff

„Literatur im Gespräch“

mit Marion Jamnig-Kreysa

Einmal im Monat kommt der Treff „Literatur im Gespräch“ mit einer Gruppe Interessierter zusammen, mal sind es 9 mal 13 Personen. Reihum bereitet sich eine Teilnehmerin auf ein Buch vor, das im Vorfeld von der Gruppe ausgesucht wurde. Gemeinsam erleben die Teilnehmer*innen die Geschichte um den Autor oder die Autorin und diskutieren den Inhalt.

So befasste sich die Gruppe mit dem Buch „Neujahr“, einem spannenden Roman von Juli Zeh. Mit leichter Feder kombiniert Juli Zeh eine kluge Meditation über moderne Männerrollen mit einem düsteren Buch über ein Kindheitstrauma zum Psychothriller. Weil beides, der Thriller und die Gesellschaftsanalyse, hier so dicht ineinandergreifen, ist ›Neujahr‹ vielleicht Juli Zehs bislang bestes Buch.

Eine weitere Buchbesprechung betraf das Buch „Drei Tage und ein Leben“ von Pierre Lemaitre. Ende Dezember 1999 verschwindet im nordfranzösischen Ort Beauval ein sechsjähriger Junge. Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet, Nachbarn und Freunde durchkämmen den angrenzenden Wald nach Spuren des vermissten Rémi. Doch am dritten Tag fegt ein Jahrhundertsturm über das kleine Dorf hinweg und zwingt die Einwohner zurück in ihre Häuser. Während dieser drei Tage bangt der zwölfjährige Antoine darum, entdeckt zu werden. Denn nur er weiß, was an jenem Tag wirklich geschah.

Als nächstes Buch soll „Mit Blick aufs Meer“ von Elizabeth Strout besprochen werden.

So wie es wieder möglich ist, kommt der Treff „Literatur im Gespräch“ erneut regelmäßig jeden Monat zusammen.

 

Treff

„Philosophie“

mit Ariane ten Hagen

Der „Treffpunkt Philosophie“ existiert seit Februar 2016 und wird von der Eppsteiner Philosophin Ariane ten Hagen geleitet. Die Treffen finden jeden ersten Freitag im Monat im alten Backhause in Bremthal, derzeit Pandemie bedingt allerdings als Zoom-Konferenz statt.

An den Abenden diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über diverse philosophische Themen, die immer auch einen Bezug zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen erlauben.

In den letzten Monaten beschäftigte sich die Gruppe mit den Anfängen der Ideengeschichte Europas - dem Ursprung der Philosophie. So wurden zum Beispiel die zentralen Ideen der berühmten Philosophen der Antike Sokrates, Platon und Aristoteles rekonstruiert und diskutiert. Dabei wurde deutlich, wie sich das vernunftgeleitete Denken – der Logos – sukzessive aus der alten griechischen Mythologie Hesiods und Homers heraus entwickelte und die erste Wissenschaft entstand - die Philosophie.

Was kann der Mensch in der Welt erkennen? Wie kann er die Welt erkennen? Und wie kann er erkennen, dass das, was er erkennt, auch wahr ist?

Die Idee der Existenz von Naturgesetzmäßigkeiten wurde dabei ebenso aus dem Blickwinkel der genannten Philosophen betrachtet, wie ihre Ideen über die Seele, Gerechtigkeit und das gute Leben. Viele dieser bahnbrechenden Ideen antiker Denker sind im Zuge von wechselnden Machtverhältnissen, Glaubenskriegen und Hochzeiten des Aberglaubens über viele Jahrhunderte verschüttet worden. Doch der Wissensschatz der antiken Philosophie ging nicht verloren und wurde von späteren Denkern geborgen – auch und insbesondere in den arabischen Ländern.  

In unseren nächsten Treffen reisen wir auf dem Zeitstrahl der Geschichte der Philosophie weiter und machen einen großen Sprung in das Mittelalter bzw. Spätmittelalter. Im Fokus unserer Diskussion werden die beiden vielleicht einflussreichsten Denker und Philosophen ihrer Zeit Thomas von Aquin und Meister Eckhart stehen. Und ein alter Bekannter wird uns wieder begegnen - Aristoteles.

Sowohl Thomas von Aquin als auch Meister Eckhard rangen auf je eigene Weise damit, den Logos (Wissenschaft und Theorie) mit dem christlichen Glauben (Gott und Theologie) in einen plausiblen Zusammenhang zu bringen.

Die Errungenschaften des von Vernunft geleiteten Denkens, nämlich bei der Erklärung von Welt und Leben auf natur- und geisteswissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse zurückzugreifen, war nicht mehr aus der Welt zu denken. Das Bedürfnis nach der Existenz eines christlichen Gottes aber auch nicht! Wie haben es die beiden Denker und Gläubigen geschafft, diesen Gegensatz zu versöhnen?

Unseren Treffen geht zumeist eine empfohlene und gut zu verstehende (!) Lektüre voraus. Jede Sitzung beginnt mit einem ca. 30-minütigen Vortrag über das Thema, der den Anstoß zu einer lebendigen Diskussion gen soll. Dabei wird insbesondere hervorgehoben, welche der kennengelernten Ideen heute noch von gesellschafts- oder ideenpolitischer Relevanz sind. Denn das ist das Kernanliegen vom „Treffpunkt Philosophie“: Zu zeigen, welche konstruktive Bedeutung die Philosophie für unsere bewegte Gegenwart haben kann!

Sie sind herzlich eingeladen, in unserem Kreis mitzuwirken!

ab 05.02.2021 wieder als Zoom-Konferenz

Ariane ten Hagen

 

Treff

„Bridge“

mit Gabi Winterer

4 Spieler sitzen an einem vorzugsweise quadratischen Tisch, jeder Spieler an einer Seite. Bridge ist ein „Kampf“ zwischen 2 Teams (genannt Partnerschaften). Sie und Ihr Partner, der gegenübersitzt, gegen die Spieler links und rechts von Ihnen. Eine Partei ist Nord-Süd, die andere ist Ost-West. Gespielt wird mit einem 52 Karten-Blatt das Karte für Karte gleichmäßig auf alle 4 Spieler aufgeteilt wird. Also bekommt jeder 13 Karten. Jeder Spieler sortiert seine verdeckten Karten nach Farben und Rang.

Vor dem Spielen wir gereizt. Dazu erklären die Partner aufgrund der Qualität ihrer Karten den anderen beiden, wieviel Stiche sie machen werden. Wenn die angesagten Stiche erreicht oder sogar übertroffen werden, hat man das Spiel gewonnen, wenn nicht, hat man es verloren.

Beim Reizen gibt es eine große Anzahl von Regeln, mit denen man seinem gegenübersitzenden Partner seine Karten „beschreibt“. Denn je höher die Partnerschaft die Anzahl der Stiche reizt, umso höher ist zwar das Risiko aber die erreichten Punkte.

Um diese Regeln zu erlernen, hatte die Gruppe einen Bridge-Lehrer eingeladen und mehrere Kurstage absolviert. Danach traf man sich jede Woche einmal zum Bridge spielen. Mit dem Lock down und der Sperrung aller städtischen Räume durfte sich der Bridge-Treff nicht mehr im Vereinsraum im Bürgerhaus in Eppstein treffen. Um nicht alles zu vergessen, trafen sich – so lange es erlaubt war – jeweils vier Spieler zuhause.

Jetzt hoffen alle, dass sich die Spieler bald wieder treffen können. Bei diesen Treffs werden die Partnerschaften oft „gemischt“, damit die Spiele interessanter werden. Unsere Bridgerunden verlaufen in gelockerter, freundschaftlicher Atmosphäre, zwar mit dem nötigen Ehrgeiz aber ohne Erfolgsdruck und Turnieratmosphäre.

Wer schon einmal Bridge gelernt hatte und wieder Lust darauf hat an Bridge-Runden teilzunehmen, darf sich gerne an Gabi Winterer wenden.

Treff

„Klöppeln“

mit Karin Cloos

Klöppeln in 2020, dem außergewöhnlichsten Jahr aller Zeiten!

Anfangs konnten wir uns wie gewohnt treffen, hatten auch viel vorzubereiten und zu organisieren, wie beispielsweise die Veranstaltung „Spitzen-Vielfalt“ der Deutschen Spitzengilde e.V. am 7.+8. März 2020. Wir hatten dieses Ereignis mit dem diesjährigen Titel „Malerei trifft Spitze“ nach Eppstein eingeladen. Nur eine Woche später dann der 1. Lockdown – Schock!

Davon ließen wir uns nicht entmutigen, schließlich sind wir ja flexibel. Schnell rückten wir in den „wir-dürfen-uns-nicht-treffen“-Modus. Das bedeutete, wir konnten uns vorerst nur noch im Home-Klöppler-Atelier treffen und wirken. Also klöppelte Jede für sich zuhause, aber nie alleine! Wir blieben virtuell verbunden, wofür gibt es schließlich E-Mail, Telefon und WhatsApp. Alle Drähte glühten, die Funkwellen überschlugen sich, auf gesendete Fragen folgten Hilfestellungen. Ideen, Vorschläge, Wünsche und ganz viele Bilder der gefertigten Klöppelspitzen flitzten über die Leitungen hin- und her, bis August 2020. Dann kam die frohe Kunde: „Treffen wieder erlaubt“. Natürlich nur mit Hygienekonzept, nur im neuen, dafür größeren Raum (Bürgersaal) und mit 1,5m Abstand, Maske und Desinfektionsspray für Tisch und Stühle. Auch „unser Tag“ wechselte von Montag auf Dienstag. Belohnt wurden wir durch die lange vermissten Gespräche, den gemeinsamen Spaß und die Gruppenglücksgefühle. Unsere Klöppel gerieten außer Rand und Band, sprangen über Rolle und Brett und waren begeistert, die Gruppe wieder um sich zu haben. Im Oktober dann die erneute Vollbremsung, der 2. Lockdown! Schweren Herzens kehrten wir zurück in unsere Home-Klöppler-Ateliers. Wir sind als Treff im KKE seit über 11 Jahren eine eingeschworene, aber gleichzeitig weltoffene Gruppe. Kontinuierlich schließen sich uns weitere Gleichgesinnte an. Uns kann nichts bremsen, wir klöppeln, ob mit oder ohne Corona. Den Herbst meisterten wir zuhause. Aber es fehlte uns unsere Weihnachtsfeier, mit dem gemeinsamen Essen gehen, den Plätzchen, dem Glühwein, dem gemütlichen Beisammensein, dem Geschichten vorlesen und Geschenke an uns verteilen. Das war bitter. Doch der Weihnachtsmann war allem Anschein nach begeistert von uns fleißigen Klöppelbegeisterten. Deshalb bekam Jede ein Weihnachtspäckchen zugeschickt, gefüllt mit allerlei Süßem und – welche Freude – einem Herz als Klöppelvorlage mit passendem Holzrahmen. Wir waren überwältigt, die Überraschung war gelungen und schlagartig war klar, was wir über Winter klöppeln könnten. Trotz Corona im Nacken sind wir zuversichtlich. Mutig haben wir uns für 2021 zum Tuchmarkt im Hessenpark, 17.+18. Juli und zur Kreativ Welt Messe Frankfurt,

4.-7. November als Präsentationsgruppe angemeldet. Dort zeigen wir schon seit vielen Jahren Klöppeltechnik mit ihren wunderschönen Ergebnissen. Mit Ausstellungen und Workshops begeistern wir unseren Nachwuchs. Denn unsere Gruppe ist offen für alle, die das alte Handwerk lieben und es mit Kreativität ohne Grenzen nutzen wollen.

 
 

Treff

„Fotografie AKTIV“

mit Yvonne Winterer

Monatlich treffen sich Fotografinnen und Fotografen zur gemeinsamen Fotoexkursion. Je nach Örtlichkeit und Thema nehmen 6-15 Personen an den Touren teil.  Herausfordernd sind die gestellten fotografischen Aufgaben, denen sich die Teilnehmenden gerne widmen können. Die Ergebnisse besprechen wir bei regelmäßigen Bildbesprechungen, die seit der Pandemie im virtuellen Raum stattfinden. 

 

Das fotografische Jahr 2020 startete mit einer unvergesslichen Fotoreise in die winterliche Lagunenstadt Venedig. Einige Fotos waren dann auch bei unserer Ausstellung „Lichtzeit“, kurz vor dem ersten Lockdown, Mitte März zu sehen. Ab Mai, als es wieder möglich war, traf sich die Gruppe in der Natur, wie am Urselbach bei Oberursel, Lindensee im Mönchbruch und Apothekergarten in Wiesbaden. Besonders spannend war unser erstes Porträtshooting im Sommer, wo sich die Teilnehmer gegenseitig im Schlosshof in Bad Homburg fotografierten. Auch in 2021 sind wieder Menschen vor der Kamera geplant. Wie bereits in den vergangen Jahren, buchten wir einen externen Referenten, um die Sichtweise der kreativen Nutzung der Kamera  und Gestaltung der Bilder zu erweitern. Der Kurs führte uns nach Würzburg, wo wir neue Ansätze für künstlerische Bildkompositionen kennenlernten und vertieften.

Ebenfalls kreativ mussten die Teilnehmer des Lightpainting-Workshops mit Tofraja sein. Anhand eines Werkzeug-Katalogs und deren Effekte, konnte ein Lightpainting-Bild entworfen und später gemeinsam umgesetzt werden. 

 

Neu seit 2020 ist die digitale Dunkelkammer. Dabei erhalten alle Teilnehmer eine Reihe unbearbeitet Fotos zu einem Thema und können dann damit Bildentwicklungen und Kompositionen üben. Die Jahresthemen motivieren zum individuellen Fotografieren und einem Blick ins Archiv. Eine Auswahl der Ergebnisse gibt es in der Fotowerkstatt.  > hier

 

Zurzeit vertiefen wir wöchentlich unser Wissen über Zoom-Meetings. Thema sind die Verwendung der Werkzeuge in den Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop und Lightroom. 

 

Interessenten können sich gerne bei Yvonne Winterer melden.

 

> geplante Termine, Konzept, Kosten, Kontakt

Kulturkreis Eppstein e.V.
Horst Winterer
Lindenweg 24.1
65817 Eppstein

Tel. (06198) 50 25 31
kontakt@kk-eppstein.de
www.kk-eppstein.de

Impressum+Datenschutz

Kulturkreisbüro
Kirchgasse 4A

65817 Eppstein
Tel. (06198) 57 42 72
buero@kk-eppstein.de
Bürozeiten: 
Montag und Freitag von 10 - 12 Uhr
Mittwoch von 15 - 17 Uhr

  • Facebook

Burgstadt Eppstein

LogoEppsteinbesser.jpg