Fusion aus Literatur und Jazz.
In thematischen Abenden verschmelzen Lesungen
mit groovigen Soundtracks.
Read & Beat #1
„On the road"
13.03.2026, 19.30 Uhr
Stilbildend nicht erst seit Kerouac bestimmt die Straße die Geschichte der Literatur und des Jazz. Ob vertriebene Literaten oderJazzmusiker mit 200 Auftritten im Jahr: Das Unterwegssein regt die Sinne an, erzeugt eine eigene Kunst. Andreas Altman und Roger Willemsen meets Lyle Mass und Courtney Pine. Rastlos Suchende, die nie ans Ziel kommen, immer im Prozess des Empfangenden, Erfahrenden. T. C. Boyles Roman „Wassermusik“ führt uns ins dunkle Afrika begleitet von Äthiopischem Jazz von Mulatu Astatke. Der Nomade Bruce Chatwin hätte mit Pat Metheny reisen können (oder doch eher mit „Caravan“ von Duke Ellington?). Hape Kerkeling war dann mal weg, aber zu welchem Lied? Wir werdenes finden. Ein Soundtrack in Wort und Ton, der denZuhörern bei der nächsten Reise noch lange in Kopf und Ohr bleiben wird.
Read & Beat #2 „Freiheit“
16.04.2026, 19.30 Uhr
Die Freiheit der Gedanken, des Wortes, der Improvisation. Jazz besteht aus der Freiheit, nicht den Erwartungen des Publikums zu entsprechen und oftmals selbst nicht zu wissen, wohin der Weg führt. Der Schrifsteller nutzt die Freiheit, ganze Welten zu schaffen (und wieder zu zerstören). Wenn der Künstler dabei ehrlich ist, werden die Menschen ihn auch verstehen und ihm folgen. Und geschrieben sowie gesungen wird über den Begriff "Freiheit" sowieso fast so
viel wie über Liebe. Wir werden das Publikum nicht mit Extasen des "Free-Jazz" beglücken, aber schon Beispiele der freien Improvisation finden, passend zum Geschwurbel eines Thomas Bernhardt, der frei von erzählerischen
Konventionen Weltliteratur verfasste, und zu Jonathan Franzens Buch „Freiheit“, der das genaue Gegenteil zum Buchtitel beschreibt.
Read & Beat #3 „Kitsch & Trash"
22.05.2026, 19.30 Uhr
Was "Julia"-Romane in der Literatur ist "Fahrstuhlmusik" im Jazz. Künstlerisch nicht immer wertvoll, aber tausendfach geschrieben, gelesen, gehört, gespielt. Wir präsentieren einen Abend mit den kitschigsten Passagen aus den billigsten Romanheften und unterhaltsamer Trash-Literatur, begleitet von phantasieloser Fahrstuhlmusik, schnulzigen Jazz-Balladen und abgedroschensten Dixi-Jazz-Standards, wie man sie vom Sonntag-Morgen-Jazz-Frühschoppen kennt. Nicht Nachdenken und Tiefsinnen, sondern Lachen, entspannt mitschwingen, Spaß haben oder sich aufregen, je nach Geisteshaltung. Egal: es wird unterhaltsam und lustig.
