Cultura

kostenfreie Online-Vorträge

Mi. 14.04.2021, 19:30 Uhr

Lernen und Gedächtnis: ein stabiles Produkt aus instabilen Elementen

Online-Vortrag von Dr. Irina Epstein, Neurowissenschaftlerin und Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Hirnforschung,

Frankfurt am Main

Mehr als 80 Milliarden Neurone, die Zellen in unserem Gehirn, faszinieren nicht umsonst mit ihrer einzigartigen, verzweigten Gestalt: Sie sind erstaunlich und die kompliziertesten Zellen in unserem Körper. Über seine bis zu einem Meter langen Fortsätze kommuniziert jedes Neuron mit bis zu Zehntausend weiteren Nervenzellen. Neurone bilden komplexe Netzwerke, die als Schnittstelle zwischen uns und der externen und internen Umgebung fungieren und Informationen aus der Umgebung umsetzen. Dies erlaubt es uns, zu lernen und zu erinnern. Diese Prozesse werden durch Veränderungen von Synapsen, den Kontaktstellen zwischen Neuronen, ermöglicht. Das Substrat für die Veränderungen? Proteine, die molekularen Bausteine jeder Zelle. Es gibt nur einen Haken: Während Erinnerungen uns das ganze Leben lang begleiten können, haben Proteine nur eine kurze Lebensdauer von Stunden bis zu wenigen Tagen. 

 

Der Vortrag gibt Einblicke in die Forschung am Max-Planck-Institut für Hirnforschung und bietet Lösungsansätze für „neurologistische“ Herausforderungen, die sich tagtäglich in unseren Gehirnen abspielen. 

Abbildung: Kissing Neurons.
© Max-Planck-Institut für Hirnforschung / I. Epstein, G. Akbalik
Hans Memling,
Das Jüngste Gericht (Nationalmuseum Danzig)

Das Jüngste Gericht war ein wichtiges Bildmotiv in vielen romanischen und gotischen Kirchen. Bilder und Kirchenportale dienten der Vermittlung endzeitlicher Gedanken als Vorbilder und Mahnbilder. 

Da zu dieser Zeit die Menschen ständig in dem Glauben waren, das Weltengericht stehe kurz bevor, bemühten sie sich ihr Bestes zu tun, um Gott ihren Glauben zu zeigen und so in den Himmel zu gelangen.

Im Rahmen des Vortrags werden Bilder von Giotto, Hans Memling und Hieronymus Bosch und anderer Künstler und Portale bekannter Kirchen, wie u.a. des Bamberger Doms und des Straßburger Münsters betrachtet und interpretiert.  Die Künstler haben die Frage nach dem „Leben nach dem Tod“ gestellt und im Sinne der Kirche beantwortet. Die Bilder sind eingefrorene Zeit, die langsam auftaut, während man sie betrachtet. Dabei sind sie frei von der Schlacke des gesprochenen Wortes und faszinieren noch heute. Das Jüngste Gericht hat als zentrales Thema der christlichen Ikonographie insbesondere in der Kunst des Mittelalters in großartigen Visionen einer triumphalen endzeitlichen Gottesschau Gestalt gewonnen. Bis heute haben diese Visionen nichts an Faszination eingebüßt.

 

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Mi. 12.05.2021, 19:30 Uhr

Das Jüngste Gericht in der Kunst 
des Mittelalters

Zoom-Vortrag von Erich Dambacher

 

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Anmeldung zu den Vorträgen

Ulrike Geldmacher

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